Rano­la – s/t LP

13,00 


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Beschreibung

Repress auf Mad But­cher.

Rano­la‘ als Band for­mier­te sich zu zwei Drit­teln aus den Über­res­ten der ‚Body Snat­chers‘. Micka, Jack und Andre­as wuch­sen in der sel­ben Stras­se auf und waren seit ihrer Kind­heit eng befreun­det. Micka war Key­boar­der bei den ‚Body Snat­chers‘ gewe­sen, hat­te aber erkannt, dass die Gitar­re bes­ser zu der Musik pass­te, die er machen woll­te. Jack spiel­te Schlag­zeug, fühl­te sich aber als Sän­ger woh­ler. Andre­as war Gitar­rist, hat­te aber viel mehr Spaß an den Trom­meln in Jacks Zim­mer. Der ers­te öffent­li­che Auf­tritt der ‚Body Snat­chers‘ in der Schu­le, die Jack und Andre­as besucht hat­ten, zog über 1.000 Zuschau­er und gab die ent­spre­chen­de Moti­va­ti­on, die Band ‚Rano­la‘ zu grün­den.
Zu den drei­en sties­sen kurz dar­auf ‚der Jun­ge‘ und ‚die Säge‘, sie besuch­ten die glei­che Schu­le wie Jack und Andre­as. Die­se Bei­den fie­len unter Ande­rem dadurch auf, dass sie die gro­ße Pau­se inmit­ten der ande­ren Schü­ler stumm, Stirn an Stirn ste­hend, ver­brach­ten. Jun­ge war seit 1979 Front­mann von EA80, Säges Gitar­ren-Anschlag­tech­nik gab ihm sei­nen Namen, und bei­de tex­te­ten und gestal­te­ten damals ange­sag­te ‚Punk­fan­zines‘ wie ‚Jun­gen + Tech­nik‘ oder ‚Das M.O.B.‘.

Die Band spiel­te von der Grün­dung bis zur Auf­lö­sung in fol­gen­der Beset­zung:
Jack Kre­mers – Gesang, Spiel­zeug­trom­pe­te
Micka Mohr – Gitar­re
Andre­as Hül­sen – Schlag­zeug
Michael(Säge) – Gitar­re
Mar­tin Kircher(Junge) – Bass, Gesang auf ‚Blu­men‘
Bereits bevor sich die Band grün­de­te, gab es die lose Cli­que der Rano­las rund um Jack, Micka und Andre­as. Mar­ken­zei­chen waren Leder­a­cke und ein Edding800. Bald war Mön­chen­glad­bach mit #RANO­LA-Schrift­zü­gen gepflas­tert. Der Hash­tag als Teil des Logos hat­te sich der Legen­de nach erge­ben, als Ollo, einer der dama­li­gen Rano­las, vor dem ‚Ratin­ger Hof’ in Düs­sel­dorf das „G“ auf einer Pla­kat­wer­bung von ‚Granola‘(eine Keks­sor­te) dop­pelt aus­kreuz­te.
Die Punk­sze­ne in Mön­chen­glad­bach war über­schau­bar. Neben eini­gen Dut­zend erkenn­ba­rer Punks gab es eine klei­ne Grup­pe Skins, die von Jun­ge und vor allem von Säge in ihren Schrif­ten atta­ckiert wur­den. Dem­entspre­chend kam es immer wie­der zu Aus­ein­an­der­set­zun­gen bei eige­nen oder den Auf­trit­ten ande­rer Bands. ‚Rano­la‘ war eine Band, die kaum außer­halb Mön­chen­glad­bachs in Erschei­nung trat. Eine Aus­nah­me war ein Gig im Frei­bur­ger ‚CRASS‘. Ansons­ten spiel­te man in den Knei­pen der Alt­stadt, in Jugend­hei­men, Schu­len und im Umland. Trotz­dem wur­de irgend­wann Con­ny Schna­bel, der damals für die „Spex“ schrieb, auf die Band auf­merk­sam und traf sie in ihrem Pro­be­raum zu einem Inter­view. Die Band erzähl­te Unsinn und erfand die Band ‚Gur­ken­bri­ga­de‘ und deren Spit­zen­stel­lung unter den Glad­ba­cher Punk­bands, was Con­ny Schna­bel ihr prompt abnahm. Sein Fazit: „Jawohl, hier ist die (Punk-) Welt noch in Ord­nung.“

Die ein­zi­ge LP nahm Rano­la Novem­ber ’83 in den Joswig­stu­di­os in Düs­sel­dorf inner­halb von zwei Tagen auf. Rano­la teil­te sich zu die­ser Zeit einen Pro­be­raum mit EA80. Andre­as lieh sich für die Auf­nah­men Nicos(Drummer von EA80) Drum Set, und die Band bedank­te sich in den Credits unter „Dank/Gruß“ mit den Wor­ten „Nico für’s Schlag­zeug“. Bis heu­te wird das von vie­len so miss­ver­stan­den, dass Nico auf der Plat­te trom­melt.

Fer­ner waren Rano­la mit dem Song „Pro­pel­ler­scha­den“ auf dem (sehr raren) Sam­pler „Väter­chen Frost“ ver­tre­ten. ‚Die Böse Hand‘ cover­te den Song ‚Blu­men‘.
Schon vor Erschei­nen der LP hat­te sich Rano­la aus­ein­an­der gelebt(Micka grün­de­te bereits im März 1983 mit Ricky(g) und Mario(dr) die Cow Punk Band ‚Bil­ly & the Wil­lies‘). Bereits vor Erschei­nen der Plat­te trenn­te sich die Band.
Bis auf Säge sind alle ehe­ma­li­gen Mit­glie­der noch heu­te als Musi­ker aktiv.
Wei­te­re legen­dä­re Auf­trit­te:
1982 in der ‚Koro­va Milch­bar‘ in Mön­chen­glad­bach
1983 im ‚Dop­pel­punkt‘ in Kal­den­kir­chen.
Eben­falls legen­där, wenn auch nur sehr kurz: Ein Auf­tritt vor der Beleg­schaft eines Kran­ken­hau­ses in Düs­sel­dorf, anläss­lich ihrer Weih­nachts­fei­er. Säge, damals Zivi in sel­bi­gem Spi­tal hat­te uns als Live Act dort hin­ein­ge­mo­gelt. Nach zehn Minu­ten wur­de der Strom abge­stellt. Kei­ne Ahnung, wann das genau war. (Säge lebt nach letz­ten Infor­ma­tio­nen irgend­wo in Asi­en.)

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