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Mururoa Attäck

Muru­roa Attäck wur­de im Okto­ber 1995 gegrün­det und ging her­vor aus den Stem­we­der bzw. Min­de­ner Pun­k/HC-Bands Deka­denz und den lei­der nicht legen­dä­ren Amok­lau­fen­den Gul­li­de­ckeln. Sti­lis­tisch ließ und lässt sich Muru­roa Attäck nur grob als Hardcore/Punk mit zyni­schen, deut­schen Tex­ten ein­ord­nen. Jede wei­te­re Schub­la­de erscheint irgend­wie zu eng – aber das sieht ver­mut­lich jeder anders (und das sagt auch jede Band über sich). Spür­bar ist: Der 82’er Punk der Anfangs­ta­ge ist mit der Zeit här­ter gewor­den, so dass Muru­roa Attäck von Ver­an­stal­tern häu­fig als Hard­core- oder HC/­Punk-Act ange­kün­digt wird. Doch ob die Beti­te­lung nun Deutsch­punk, Crust­punk, Punk­rock, HC-Punk oder sonst wie lau­tet spielt kei­ne Rol­le – Muru­roa bleibt der Abwechs­lung treu und spielt von kur­zen, schnel­len Punk­bret­tern bis hin zu melo­di­schen Mid­tem­po­songs mit Trom­pe­ten­ein­satz alles, was selbst gefällt. Was defi­ni­tiv kei­nen Ein­zug in Muru­roa-Songs hal­ten wird, sind: Instru­men­ten-Gefri­ckel, gäh­nen­de Län­gen und 100-fache Wie­der­ho­lun­gen ner­ven­der Hook­li­nes. Wei­ter­hin bleibt der ver­zwei­fel­te Ver­such, nicht in irgend­wel­chen Emo­ge­fil­den ver­san­den zu wol­len, Wut nicht in stump­fem Paro­len­gegröh­le enden las­sen zu wol­len und Spass nicht durch däm­li­che Fun­punk­kli­schees bedie­nen zu wol­len. Muru­roa Attäck ist 110 % DIY, also: Hob­by, Ein­stel­lung und Idea­lis­mus. Nie­mand ver­dient an der Band (im Gegen­teil, das Gan­ze kos­tet viel, viel Geld) und kei­ner will auf die­sem Wege hoch hin­aus o.ä. Es gibt vie­le Sachen, die Muru­roa macht, solan­ge es aus Spass an der Sache geschieht. Es gibt genau­so vie­le Din­ge, die für Muru­roa nicht in Fra­ge kom­men. Nicht weni­ger wich­tig ist die kla­re und kon­se­quen­te Abgren­zung zum rech­ten (und rechts­of­fe­nen!) Sumpf.

© by Elfenart records | Daniel Günther