Karl Nagel – Schlund (Buch)

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Beschreibung

Karl Nagel, Jahr­gang 1960, maß­geb­lich betei­ligt an den Cha­os­ta­gen und Kanz­ler­kan­di­dat der »Anar­chis­ti­schen Pogo-Par­tei Deutsch­land« (APPD), hat Comics pro­du­ziert, betreibt das welt­weit größ­te Punk-Foto­ar­chiv und singt in einer Band. Selbst­be­schrei­bung: »Nest­be­schmut­zer, Dem­ago­ge, Schund­li­te­rat«.

»Punk wäre nicht mög­lich gewe­sen, wenn wir nicht der­ma­ßen einen an der Waf­fel gehabt hät­ten. Jeder auf sei­ne Wei­se, wes­halb zunächst kein Rezept gegen uns half. Wir hat­ten kei­ne Füh­rer, kei­ne Auf­nah­me­ri­tua­le, kei­ne Mit­glieds­aus­wei­se und bil­de­ten in unse­rer Ver­schie­den­ar­tig­keit einen unkon­trollierbaren Hexen­kes­sel. Klar, dass dabei die gan­ze Schei­ße hoch­kam, die in unse­ren ver­dreh­ten Köp­fen rumor­te. Das war ja gera­de der Spaß dar­an: Die Büch­se der Pan­do­ra öff­nen und die Welt mit dem Dreck besu­deln, mit dem sie uns befüllt hat­te!«

»Ich war ein Jun­kie, ein hoff­nungs­lo­ser Fall. Wie ein Schwamm sog ich Nach­rich­ten aller Art in mein Hirn. Wenn es auf der Welt knall­te, hing ich an der Nadel. Spä­tes­tens seit CNN Anfang der 90er ins Kabel ein­ge­speist wur­de, ließ ich mir kei­nen Rausch ent­ge­hen, und das Inter­net hat­te mir den Rest gege­ben. Mein Hero­in lag nur einen Klick ent­fernt.«

»In schwar­zen Momen­ten wäre ich ger­ne ein Pädo-Nazi gewe­sen, der Män­ner, Frau­en, Kin­der, Kat­zen, Autos ver­ge­wal­tigt, Hun­de zer­stü­ckelt und Fotos sei­ner Taten bei Insta­gram und Twit­ter ein­stellt. Um mich garan­tiert mit allen anzu­le­gen. Mit dem Lynch­mob – das gefiel mir bes­ser, als der gei­fern­den Meu­te hin­ter­her­zu­lau­fen.«

SCHLUND: Über den täg­li­chen media­len und men­ta­len Lärm und wie er uns in den Wahn­sinn treibt. Was aus Punks wird, wenn sie alt wer­den. Vom Über­le­ben in Super­märk­ten, U-Bah­nen und Fuß­gän­ger­zo­nen. Über Junk­fraß und Suff, Nazi-Fetisch und den Sex der Gestör­ten. Die Unfä­hig­keit, das Rich­ti­ge zu tun. Ein Mix aus Bio­gra­fie, Beob­ach­tun­gen, Ängs­ten, wüs­ten Spe­ku­la­tio­nen, Halb­wahr­hei­ten und Lügen. SCHLUND ist Schund!

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