Extrem unbrauch­bar (Buch)

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Über Gleich­set­zun­gen von links und rechts.

Rechts­po­pu­lis­ti­sche Strö­mun­gen fin­den auf ihrem Feld­zug gegen die Demo­kra­tie ein mäch­ti­ges begriff­li­ches Mit­tel vor, wel­ches ihnen die bür­ger­li­che Mit­te vor­be­rei­tet hat: die Extre­mis­mus­theo­rie.
Gewon­nen aus einer spe­zi­fi­schen Les­art tota­li­ta­ris­mus­kri­ti­scher Arbei­ten, etwa von Han­nah Arendt, hat sich im Spre­chen über die Gesell­schaft ein Huf­ei­sen­mo­dell durch­ge­setzt: Eine Mit­te der Gesell­schaft wer­de von ihren Rän­dern bedroht. Isla­mis­mus, Rechts­ex­tre­mis­mus und Links­ex­tre­mis­mus arbei­ten dar­an, die Demo­kra­tie zu zer­stö­ren. Doch beson­ders die Gleich­set­zung von Rechts­ex­tre­mis­mus und Links­ex­tre­mis­mus führt oft dazu, ers­te­res auf Kos­ten von letz­te­rem zu ver­harm­lo­sen.
Zudem ist die Kon­struk­ti­on einer gesell­schaft­li­chen Mit­te selbst pro­ble­ma­tisch. Was gehört zu die­ser Mit­te, was nicht? Gera­de die aktu­el­len Erschei­nungs­for­men rech­ter Ideo­lo­gi­en zie­len dar­auf ab, gera­de noch anschluss­fä­hig zum gesell­schaft­li­chen Dis­kurs zu blei­ben und ihn durch kal­ku­lier­te Grenz­ver­let­zun­gen nach rechts zu ver­schie­ben – mit eini­gem Erfolg, Stich­wor­te: »Flücht­lings­wel­le«, »Gen­de­ris­mus« oder »poli­ti­cal cor­rec­t­ness«. Doch wenn selbst der posi­ti­ve Bezug auf das Grund­ge­setz teil­wei­se als links­ra­di­kal dis­ku­tiert wird, des­avou­iert sich die­ses Huf­ei­sen­mo­dell end­gül­tig

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