Braun­koh­le­bag­ger – Abbruch 12″

16,50 


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Beschreibung

Braun­koh­le­bag­ger aus dem Pott sind glück­li­cher Wei­se die musi­ka­li­sche Anti­po­de zum der­zei­ti­gen Image der Mon­tan­in­dus­trie. Die Jungs sind näm­lich ziem­lich geil und „“Abbruch“ ist eine dicke Num­mer – und um noch­mal, und dann auch ver­spro­chen zum letz­ten Mal, mit dem Bag­ger-Ver­gleich um die Ecke zu kom­men: musi­ka­lisch ist das hier Garz­wei­ler hoch zehn, zeim­lich fett.
Ende 2017 aus dem Wunsch her­aus gegrün­det, sich musi­ka­lisch aus­zu­pro­bie­ren und bereits betre­te­ne Pfa­de mal zu ver­las­sen (Decem­ber Youth, Depart und Leit­ke­gel sind die Haupt­bands), haben die fünf kur­zer Hand Nägel mit Köp­fen gemacht und fix ne neue Band gegrün­det. Her­aus­ge­kom­men ist eine coo­le Mischung aus Nuller­jah­re Hard­core a la Refu­sed, zeit­ge­mä­ßen Post-Hard­core a la Fjort und der Weird­ness von At The Dri­ve-In. Hier hat alles Groo­ve und einen trei­ben­den Vibe – musi­ka­lisch ver­siert abge­lie­fert und auf den Punk gespielt. Dabei wur­de vor etwas Schnick Schnack auch nicht zurück­ge­schreckt – z.B. den Carl Orff-mäßi­gen Part in »Zei­chen«, einem apo­ka­lyp­ti­schen Cho­ral in Breit­wand-Instru­men­tie­rung. Sowas kann schief­ge­hen, hier ist es jedoch genau rich­tig dosiert. Cha­peau!
Des Gesang auf der »Abbruch EP« ist im übri­gen deutsch, was die Sache für mich auch noch etwas inter­es­san­ter macht – hab ich in der Kom­bi noch nicht gehört. The­ma­tisch geht’s dann um Eifer­sucht (»Herz«), ums Gei­sel­dra­ma von Glad­beck (»Wochen­en­de«). »End­los­schlei­fe« und »Zei­chen« üben wenig sub­ti­le Kri­tik an der Gesell­schaft und len­ken die Auf­merk­sam­keit auf aku­te Pro­ble­me wie stei­gen­de Armut, über­mä­ßi­gen Kon­sum, Wer­te­ver­fall und Dop­pel­mo­ral. Und wer hät­te gedacht, dass die argen­ti­ni­sche Amei­se so vie­le Gemein­sam­kei­ten mit Rechts­ex­tre­mis­ten auf­weist (»Amei­sen­hau­fen«)? Also für jeden was dabei, gell?
Die »Abbruch EP« wur­de im Früh­jahr 2018 im band­ei­ge­nen Pro­be­raum in Essen auf­ge­nom­men. Gemischt und gemas­tert wur­den die Songs von Micha­el Czer­ni­cki in den Rock or Die Stu­di­os in Düs­sel­dorf im Juni/Juli 2018.

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