Arbei­ter­sa­che Mün­chen – Wir befrei­en uns selbst CD

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Beschreibung

Um die Geschich­te des Labels Tri­kont zu erzäh­len, muss man auch die Geschich­te der Bun­des­re­pu­blik erzäh­len. Denn die aller­ers­te Ver­öf­fent­li­chung von 1972 war eine hoch­bri­san­te: Unter dem Titel „Arbei­ter­sa­che Mün­chen – Wir befrei­en uns selbst“ kamen Lie­der her­aus, die direkt der poli­ti­schen Arbeit ent­spran­gen. Ita­lie­ni­sche „Gast­ar­bei­ter“, wie man sie damals nann­te, hat­ten bei BMW in Mün­chen einen Streik orga­ni­siert, doch weder Gewerk­schaft noch Betriebs­rat unter­stütz­ten sie. Unter dem Mot­to „Wir sind alle Fremd­ar­bei­ter“, die bewusst die Ter­mi­no­lo­gie des NS-Staats auf­griff, soli­da­ri­sier­te sich die mul­ti­na­tio­na­le Grup­pe Arbei­ter­sa­che. Das Reper­toire an Pro­test­lie­dern, das die Arbei­ter aus ihren Hei­mat­län­dern mit­ge­bracht hat­ten, war Inspi­ra­ti­on, um ähn­lich wie Ton Stei­ne Scher­ben in Ber­lin Pro­test­lie­der zu schrei­ben, die sich an aktu­el­ler Musik ori­en­tier­ten: Agit­rock nann­ten die Scher­ben das. „Ans Fließ­band, ans Fließ­band, die Bos­se ans Fließ­band gestellt“, singt einer der Akti­vis­ten. Und im Blues „Bei BMW wird gestreikt“ heißt es: „Wir waren zwar weni­ge, doch den Geld­sä­cken haben wir, was sie so erwar­tet, mal gezeigt.“

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