Yok – Punk­rock­ta­rif Buch

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Beschreibung

Mit dem Taxi durch die extre­me Mit­te

Yok – gelern­ter Erzie­her, aber gegen­wär­tig mehr Musi­ker und Taxi­fah­rer, durch­kreizt mit dem Taxi ganz Ber­lin, doch das Zen­trum sei­ner Fahr­ten und auch Geschich­ten sind die Stadt­tei­le Hirn, Herz, Här­te und Sehn­sucht. Hier tobt das Leben, Tou­ris­ten und Ein­hei­mi­sche, Insi­der und Out­laws, schrä­ge Vögel und ble­cher­ne Poli­ti­ker stei­gen ein und aus. Mit dem Taxi durch die extre­me Mit­te meint nicht nur eine Topo­gra­fie: Mit schar­fem Blick fängt Yok die in den kur­zen Begeg­nun­gen einer Taxi­fahrt auf­bre­chen­den all­täg­li­chen Ras­sis­men und Res­sen­ti­ments ein, den Wahn­sinn und die Träu­me, die durch die Stadt trei­ben – die extre­me Nor­ma­li­tät.

Rezen­si­on:
„Der rela­tiv jun­ge Gegen­kul­tur-Ver­lag ermög­licht mit die­sem Büch­lein einen Ein­blick in den All­tag eines Taxi­fah­rers. Was auf den ers­ten Blick unpo­li­tisch und lang­wei­lig wir­ken mag, ent­puppt sich als span­nen­der und authen­ti­scher Ein­blick in die Lebens­rea­li­tä­ten und Abgrün­de Ber­lins. Taxi­fah­rer Yok, den meis­ten wohl eher bekannt als Musi­ker unter dem Namen Quet­schen­paua, nimmt die Lesen­den mit in den all­täg­li­chen Wahn­sinn. Von Ras­sis­mus, Anti­se­mi­tis­mus und Homo­pho­bie han­deln vie­le der kur­zen Epi­so­den in denen er schil­dert, was ihm auf den Stras­sen Ber­lins begeg­net. Die Anek­do­ten spie­geln, so absurd das klin­gen mag, wie viel­sei­tig das Taxi­fah­ren auf den immer glei­chen Rou­ten sein kann. Lang­wei­li­ge Begeg­nun­gen, span­nen­de Debat­ten, selt­sa­me Pro­mis, mal mehr mal weni­ger sym­pa­thi­sche Kri­mi­nel­le, die immer glei­chen Fra­gen der Fahr­gäs­te danach, ob der Fah­rer auch ein ech­ter Deut­scher sei, die ver­dutz­ten Reak­tio­nen, dann als Ras­sist bezeich­net und nicht mit­ge­nom­men zu wer­den. All das schil­dert Yok in sei­nen Geschich­ten.
Am Ende bin ich fast ein wenig trau­rig, eigent­lich nie Taxi zu fah­ren, denn so kann ich ihm auch nicht bge­ge­nen. Nun, dann ent­schei­de ich mich eben doch wie­der für eines sei­ner Kon­zer­te, wäh­rend mein Exem­plar von „Punk­rock­ta­rif“ sei­nen Weg durch diver­se WGs und Polit­pro­jek­te antritt.“
(Han­nah Pod­dig)

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