Toco­tro­nic – Wir kom­men um uns zu beschwe­ren Dop­pel-LP

21,00 


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Beschreibung

Das Ori­gi­nal Album von 1996 inkl. Spe­cial-Bonus: »Live In Ham­burg 1996« mit 10 Tracks, zum ers­tem Mal auf Vinyl!

Eigent­lich for­mu­lie­ren Dirk von Lowt­zow (Gesang, Gitar­re), Jan Mül­ler (Bass) und Arne Zank (Schlag­zeug) eine wider­spens­ti­ge, höchst sub­jek­ti­ve Sicht der Welt. Eigent­lich spie­len sie Rock­mu­sik so, als wür­den sie stets beto­nen wol­len, wie doof sie es fin­den, wenn man in die­sen Zei­ten noch Rock­mu­sik spielt. Hass ist ein wich­ti­ger Antrieb, dar­in grei­fen sie wort­ge­wal­tig auf den Punk zurück: Hass auf kaf­fee­trin­ken­de Klein­künst­ler, auf bür­ger­li­che Fami­li­en­ver­hält­nis­se. Auf die­ses. Auf jenes.

Die drei schrad­deln einen uner­hört sprö­den Sound her­un­ter, der als ein State­ment gegen jeg­li­che Per­fek­ti­on ver­stan­den wer­den darf. »Ich ver­ab­scheue Euch wegen Eurer Klein­kunst zutiefst« etwa ist lupen­rei­ner Punk, wäh­rend »Ich möch­te irgend­et­was für dich sein« quä­lend lang­sam aus den Boxen kriecht. Toco­tro­nic sind ein gan­zes Album lang damit beschäf­tigt, all das zu defi­nie­ren, was ihnen nicht gefällt – die Fra­ge nach Posi­ti­vem heben sie sich für spä­ter auf. Eigent­lich machen sie mit die­ser Musik kei­ner­lei Iden­ti­fi­ka­ti­ons­an­ge­bot. Eigent­lich müss­te dies Außen­sei­ter­mu­sik sein und blei­ben. Aber indem Toco­tro­nic ihre Mei­nun­gen so kri­tisch äußern, tref­fen sie den Nerv vie­ler, die sich ähn­lich ver­lo­ren füh­len.

Die Klip­pe des drit­ten Albums, an der schon eini­ge Ham­bur­ger Hoff­nungs­trä­ger zer­schell­ten, wird sicher umfah­ren, dank der non­cha­lan­ten Her­an­ge­hens­wei­se an das Musik­ma­chen, die an US-Col­le­ge-Bands erin­nert. Mit die­ser Plat­te eta­bliert sich eine bemer­kens­wert eigen­stän­di­ge Stim­me in der deut­schen Pop­mu­sik.

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