Brit­ta Stein­wachs – Zwi­schen Pom­mes­bu­de und Mus­kel­bank (Buch)

16,80 


Kategorie

Beschreibung

Die media­le Insze­nie­rung der „Unter­schicht“.

Das RTL-Nach­mit­tags­pro­gramm steht im Ruf, ledig­lich „Unter­schich­ten­fern­se­hen“ abzu­son­dern. Und doch erreicht der Pri­vat­sen­der mit sei­nen bil­lig pro­du­zier­ten For­ma­ten ein Mil­lio­nen­pu­bli­kum. Beson­ders quo­ten­träch­tig ist seit Jah­ren die Sen­dung „Fami­li­en im Brenn­punkt“. Hier wer­den frei erfun­de­ne Geschich­ten erzählt, die wie aus dem Leben gegrif­fen wir­ken sol­len. Lai­en­dar­stel­ler spie­len sim­pel gestrick­te Sto­ries, die dis­kri­mi­nie­ren­de Bil­der der „Unter­schicht“ zeich­nen und Kli­schees über die schwächs­ten Glie­der der Gesell­schaft als Rea­li­tät erschei­nen las­sen. Brit­ta Stein­wachs beleuch­tet anhand von zwei „Fami­li­en im Brennpunkt“-Folgen, in wel­cher Wei­se dar­in Men­schen aus der „Unter­schicht“ vor allem im Hin­blick auf ihre kör­per­li­che Sphä­re dar­ge­stellt wer­den und zeigt, wie hier ein schein­bar unpo­li­ti­sches Unter­hal­tungs­for­mat die struk­tu­rel­le Ver­ach­tung der Armen (re-)produziert. Ihr Buch steht mit sei­ner auf­klä­re­ri­schen Prä­mis­se in der Tra­di­ti­on klas­si­scher Ideo­logiekritik und hilft zu ver­ste­hen, wie die nega­ti­ve Zuschrei­bung „Unter­schicht“ stra­te­gisch insze­niert wird.

Die Autorin:
Brit­ta Stein­wachs, Jahr­gang 1987, ist Sozio­lo­gin und lebt in Ber­lin. Ihr Arbeits­schwer­punkt ist die ideo­lo­gie­kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit pop­kul­tu­rel­len Phä­no­me­nen. Zuletzt erschien in der edi­ti­on assem­bla­ge von ihr und Chris­ti­an Baron „Faul, Frech, Dreist. Die Dis­kri­mi­nie­rung von Erwerbs­lo­sig­keit durch BILD-Leser*innen“.

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