Beja­ra­no & Micro­pho­ne Mafia – Per La Vita LP

12,50 


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Beschreibung

Per la Vita – ein unge­wöhn­li­ches musi­ka­li­sches Pro­jekt stellt sich vor:

Ori­ent trifft Okzi­dent, die Jüdin den Mos­lem, die Athe­is­tin den Chris­ten, Süd trifft Nord, alt trifft jung, Frau trifft Mann, Tra­di­ti­on trifft Moder­ne, Folk­lo­re trifft Rap, Ham­burg trifft Köln, aus­drucks­star­ke Stim­men tref­fen auf genia­le Musi­ker, Span­nung trifft auf Har­mo­nie, Herz trifft Ver­stand, die Fami­lie Beja­ra­no trifft Micro­pho­ne Mafia – und alle arbei­ten gleich­be­rech­tigt neben­ein­an­der.Esther Beja­ra­no ging durch die Höl­le von Ausch­witz und Ravens­brück, ihre Kin­der Edna und Joram konn­ten und kön­nen den unge­bro­che­nen Anti­se­mi­tis­mus in der bun­des­deut­schen Mehr­heits­ge­sell­schaft am eige­nen Lei­be spü­ren. Seit vie­len Jah­ren tre­ten die Beja­ra­nos mit zwei ande­ren Musi­kern als Grup­pe „Coin­ci­dence“ auf. Ihr Pro­gramm „Lider far´s Leben“ besteht zu einem Teil aus Lie­dern in jid­di­scher Spra­che, die in den Ghet­tos und KZs ent­stan­den sind. Dar­in drückt sich Esther Beja­ra­nos Her­kunft, Geschich­te und Selbst­ver­ständ­nis als Jüdin aus. Der zwei­te Teil des Pro­gramms beschäf­tigt sich mit der Gegen­wart: Aus­gren­zung, Ras­sis­mus, Gewalt und Krieg wer­den anhand von Stü­cken von Ber­told Brecht, Nazim Hik­met oder Mikis Theo­dora­kis the­ma­ti­siert.
Die Tex­te wer­den im Ori­gi­nal vor­ge­tra­gen, min­des­tens acht Spra­chen – neben deutsch – brin­gen die bei­den Beja­ra­no-Frau­en bei ihren Auf­trit­ten zu Gehör: jid­disch, hebrä­isch, ladi­no, rus­sisch, roma­nes, tür­kisch, grie­chisch und eng­lisch, manch­mal kommt noch spa­nisch oder ita­lie­nisch dazu. Damit wol­len sie ihr Ver­ständ­nis von Völ­ker­freund­schaft und –ver­stän­di­gung aus­drü­cken.

Rosa­rio Pen­ni­no, Kul­tu Yurtseven und Önder Bardak­ci sind typi­sche „Jugend­li­che mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund“: auf­ge­wach­sen im Köl­ner Arbei­ter­vier­tel wur­den und wer­den sie zeit­le­bens mit Ras­sis­mus kon­fron­tiert. Ihre Erfah­run­gen ver­ar­bei­ten sie in ihren Musik­stü­cken. Seit zwan­zig Jah­ren sind sie als Micro­pho­ne Mafia unter­wegs und rap­pen auf tür­kisch, nea­po­li­ta­nisch und Kölsch. In das Pro­jekt „Per La Vita“ – Für das Leben – flie­ßen sehr unter­schied­li­che Erfah­run­gen ein. Die­se unter­schied­li­chen Erfah­run­gen aus der Ver­gan­gen­heit brach­ten die Beja­ra­nos und die Micro­pho­ne Mafia in der Gegen­wart zusam­men, um sie mit ande­ren zu tei­len, aus ihnen zu ler­nen und gemein­sam für eine bes­se­re Zukunft ein­zu­tre­ten. „Bei dem Pro­jekt pral­len Wel­ten auf­ein­an­der. Und die­ser Auf­prall soll die Men­schen wach­rüt­teln“, kom­men­tiert Kut­lu Yurtseven das Pro­jekt.
Die­ser musi­ka­li­sche Urknall ist ein unge­wöhn­li­ches künst­le­ri­sches Pro­jekt, in dem musi­ka­li­sche Wider­sprü­che har­mo­nisch in Ein­klang gebracht wer­den. Das Album ist eine gewag­te Syn­the­se aus Tra­di­ti­on und Moder­ne, in der sich in den Tex­ten die Erfah­run­gen aus der Ver­gan­gen­heit und der Gegen­wart wider­spie­geln. Auch wenn man­che Stü­cke betrof­fen machen, so strah­len die meis­ten Opti­mis­mus aus, sind so viel­schich­tig wie das Leben selbst, und trotz aller Höhen und Tie­fen ein unein­ge­schränk­tes „Ja!“ zum Leben.

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